Magic Cleaning, Teil 1: Kleidung

Wie im letzten Beitrag schon erwähnt, habe ich mich mit der KonMari-Methode des japanischen Aufräumcoaches Marie Kondo beschäftigt, die mit ihrem Bestseller „Magic Cleaning – Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert“ ein wirklich interessantes Buch auf den Markt gebracht hat.

Bei der KonMari-Methode räumt man nicht Zimmer für Zimmer auf, sondern geht nach Kategorien vor. Die erste Kategorie: Kleidung!

Da ich beschlossen habe, dieser (angeblich sehr erfolgversprechenden) Methode eine Chance zu geben, seht ihr hier jetzt meine Kleider-Entrümpelungs-Aktion (oder wie Marie Kondo sagen würde: das „Aufräumfest“). 🙂

Hier mein Kleiderschrank in seinem Zustand direkt vor dem Aus- und Aufräumen:

Voller Schrank

Ziemlich voll… Und unordentlich…

Ich möchte eure besondere Aufmerksamkeit auf die Pullover-/Handtaschenschublade lenken. Da war alles reingestopft und knautschte so vor sich hin… Wenn man so eine Schublade hat, mag man die gar nicht mehr aufmachen, weil man die auch hinterher wieder zumachen und alles wieder reinquetschen muss 😉

Pullis vorher

 

Nun zum Aufräumen. Erstmal habe ich meinen Kleiderschrank und meine Kommode komplett geleert und alle Klamotten auf einen Haufen gekippt.

Das hier passiert übrigens, wenn man zu viele T-Shirts in eine Schublade stopft! Musste ich erstmal reparieren 😉

kaputte Schublade

 

Nun zu meinem Kleiderberg. Was, so viele Kleider habe ich? Ganz schön viel!

Beim Schrank leeren sind mir außerdem Kleidungsstücke in die Hände gefallen, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie besitze… Upps…

Klamottenhaufen

Sooo viel Zeug. Und da sind noch nichtmal die ganzen Faschingskostüme aus dem Keller dabei.
EIGENTLICH hätte ich laut dem Buch wirklich ALLE Klamotten auf einen Haufen werfen sollen, die ich besitze. Aber ich habe hier mal eine Ausnahme gemacht und werde die Klamotten im Keller großzügig ausmisten, wenn ich da irgendwann wieder ran komme…

 

So. Nun zum Sortieren:

sortieren

Marie Kondo sagt, dass man sich jedes Teil einzeln ansehen und entscheiden soll, ob es glücklich macht oder nicht. Ich muss sagen, dass ich bei einigen Kleidungsstücken sofort wusste, dass ich sie behalten möchte, weil ich sie wirklich ständig anziehe. Bei anderen Teilen war das schon schwieriger. Ich habe bisher immer nach der Prämisse „Brauche ich das noch? Wenn nein, KÖNNTE ich es vielleicht in Zukunft brauchen?“ sortiert.

Marie Kondos Methode fiel mir daher erstmal schwer. Klamotten, die ich vielleicht eventuell irgendwann mal wieder anziehen könnte, die mich aber beim Anschauen nicht glücklich machen, habe ich jetzt tatsächlich aussortiert und nicht wie früher „für alle Fälle“ im Schrank behalten.
Überhaupt habe ich ziemlich viel aussortiert, was „noch gut“ war und mir auch noch passt. Aber darum geht es ja bei dieser Methode nicht. Macht es mich nicht glücklich, wenn ich es im Schrank sehe, kommt es weg. So und nicht anders.

Einige schwere Entscheidungen hatte ich dann doch zu treffen. Hier mal zwei Beispiele:

aussortiertes Kleid

1. Mein Partykleid.

Ich mag dieses Kleid furchtbar gerne, passe aber seit Jahren nicht mehr rein und habe es tatsächlich nur auf zwei Partys getragen und dann nie wieder. Ja, ich finde es schön. Aber möchte ich es so lange im Schrank hängen lassen, bis ich irgendwann mal wieder rein passe UND es einen passenden Anlass gibt? Wer weiß, ob es dann überhaupt noch meinem Geschmack entspricht? Und außerdem machen mir Kleider in meinem Schrank, in die ich nicht mehr rein passe, auch irgendwie immer ein schlechtes Gewissen.

Entscheidung: Weg damit.

Und wie Marie Kondo es mir in ihrem Buch geraten hat, habe ich mich noch brav bei dem Kleid für die schöne Zeit und seine erfüllten Dienste bedankt 😉

 

Fall Nummer zwei:

Bambi-Pulli

2. Mein Bambi-Pullover.

Wie wunderschön die Farbe ist. Und so ein toller Aufdruck… Leider habe ich den Pulli im Laden in einer zu kleinen Größe erwischt, habe ihn aber trotzdem immer behalten, weil er in meinen Augen so wunderschön ist, auch wenn er etwas stramm sitzt. Macht nix, ich trage ihn ja nicht auf der Arbeit 😉

Entscheidung: Erst aussortiert. Dann tagelang um die Tüte mit den aussortierten Klamotten gestreift und ihn dann doch wieder vorsichtig aus der Tüte geholt und an mich gedrückt. Neinnein, der bleibt. Der macht glücklich, auch wenn er ne Spur zu klein ist 🙂

 

Zur Übersicht: Diese Stücke bleiben:

behalten

Und diese Tüten voll Kleidung und Accessoires gehen (natürlich bis auf den Bambi-Pulli):

aussortiert

 

Erst wenn alle Kleidungsstücke durchsortiert sind, kommen sie laut Marie Kondo wieder in den Schrank.

Meine Handtaschen sind deutlich weniger geworden und haben einen neuen, knautschfreien Platz bekommen!

Schrank nachher

 

Gürtel, Schals und Co. haben in ihrer Schublade eigene, „eingezäunte“ Bereiche 🙂

Accessoires nachher

Marie Kondo empfiehlt übrigens, nahezu alles aufrecht in die Schubladen zu stellen, damit man alles auf einen Blick sehen kann. Ich habe diesen Tipp vor ein paar Jahren schonmal bei Pinterest gelesen und direkt bei meinen Oberteilen und später auch bei meinen Hosen und Röcken umgesetzt. Ich finde es sehr praktisch, weil man wirklich einen besseren Überblick hat, als wenn man mehrere T-Shirt-Stapel in einer Schublade durchsuchen muss… Am Ende zieht man ja dann doch nur immer die oberen T-Shirts an 😉

 

Meine Pullis sind in die T-Shirt- und in die Hosen- und Röckeschublade mit eingezogen, weil da jetzt genug Platz war 🙂

T-Shirts ohne Pullis:
(Das war die Schublade, die vorher so vollgestopft war, dass der Boden nachgegeben hatte.)

T-Shirts ohne Pullis

T-Shirts mit Pullis:

Oberteilschublade nachher

Hosen ohne Pullis:
(Die mit den Sternchen ist übrigens selbstgenäht!)

Hosen ohne Pullis

Hosen mit Pullis:

Hosenschublade nachher

 

Auch die Socken und die Unterwäsche werden jetzt aufrecht in die Schublade gestellt. Ungewohnt, aber lustig.

Unterwäsche Socken nachher

 

Weil ich grade schon dabei war, habe ich auch meine Bettwäsche sortiert. Sie hat ihren Platz in der alten, knautschigen Pulli-/ und Handtaschenschublade gefunden.

Bettwäsche

 

Die Bettwäsche und die (ebenfalls durchsortierten) Handtücher für Gäste habe ich gleich im Schlafsofa bei den Bettdecken untergebracht. So kann man schnell an alles dran, wenn jemand spontan über Nacht bleibt:

Klappsofa

 

Mein Zwischenfazit: Den Kleiderschrank mal wieder durchzusortieren kann ich auf jeden Fall empfehlen. Unfassbar, wie viel man einfach so aussortieren kann, ohne dass es weh tut. Der Kleiderschrank ist zwar immernoch voll, aber nur mit Dingen, die ich wirklich gerne trage. Und ich habe 2 von 3 Unterbettkommoden aussortieren können, in denen vorher die Bettwäsche und die Handtücher „gewohnt“ haben. Die sind komplett leer! Wow!

Nächste Woche geht es weiter mit meinem Bücherregal! Das wird lustig 😉

Die aufräumlustige

Unterschrift

 

 

 

9 Kommentare:

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  2. Pingback: [BLOCKED BY STBV] Magic Cleaning, Teil 4: Der Wandschrank - Lila Erdbeere

  3. Hey woher hast du denn diesen Kleiderschrank ? Er gefällt mir sehr gut.

    🙂

    Außerdem hast du das alles sehr schön gemacht. Bin auch gerade dabei nach der KonMarie Methode auszusortieren.

    Liebe Grüße

    • Hallo Sonja,
      Vielen lieben Dank! Den Schrank habe ich vor ein paar Jahren bei IKEA gekauft. Ich finde den auch sehr schön 🙂
      Wie läuft denn das Aussortieren bei dir? Irgendwelche Erfahrungswerte? 🙂
      Liebe Grüße! Jana

  4. Pingback: [BLOCKED BY STBV] Magic Cleaning, Teil 2: Bücher - Lila Erdbeere

  5. Hallo Sonja,
    super umgesetzt, ich bin gerade am Umziehen und bin aus Verzweiflung über den ganzen Krempel auf das Magic Cleaning Buch gestoßen. Eigentlich hatte ich bis dahin schon 3 Säcke voll Wäsche aussortiert und ich war so stolz. Nach dem Buch waren es nochmal 6 Säcke…. mehr brauch ich nicht zu sagen. Die Bücher sind dann in unser öffentliches Buchregal gewandert und auch die Küche wurde schon durchgemistet. Ich hoffe nach dem Umzug ist es dann auch so schön aufgeräumt wie bei dir. Jetzt wandert erstmal alles nach und nach in Umzugkartons und ich freue mich, dass weniger geschleppt werden muss.
    Liebe Grüße
    Martina

    • Liebe Martina,
      Danke für deinen Bericht! Wie sieht es den jetzt nach dem Umzug aus? Ich muss auch zugeben, dass sich bei mir immer wieder Sachen ansammeln, aber ich merke, dass es seit dem Aufräumen und Ausmisten nicht mehr solche Ausmaße wie früher annimmt und ich auch ein ganz anderes Empfinden dafür habe, wann es „voll“ bei uns in der Wohnung aussieht.
      Das mit dem Schleppen wird beim nächsten Umzug bei uns auch spannend. Wahrscheinlich ist es jetzt an einigen Stellen doch etwas netter, weil ich z.B. bei den Büchern wirklich viele Kilos aussortiert habe 😉
      Liebe Grüße!
      Jana

  6. Liebe Jana,
    was ist es für ein entzückender Blog, den Du schreibst! Ich finde Deinen Beitrag über KonMari besonders toll! Weiter so – die Welt braucht richtige Ordnung ;-).
    Liebe Grüsse, Carola

    • Liebe Carola,
      Oh, danke! Da fühle ich mich wirklich geschmeichelt!!!
      Ja, ich finde, ein bisschen mehr Ordnung macht schon deutlich weniger Stress beim Aufräumen und sauber machen und die Wohnung sieht nicht mehr so unruhig aus. Ganz klinisch steril und leer ist es natürlich nicht 🙂
      Liebe Grüße zurück!
      Jana

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